19. - 21. März 2009
Technische Universität Dortmund
Schirmherrin
Frau Ulla Schmidt
Bundesministerin für Gesundheit
Kooperationspartner
Fakultät Rehabilitationswissenschaften der TU Dortmund
VIFF Landesvereinigung NRW e.V.
Riskante Kindheit: Früh erkennen – Früh fördern
Sie haben uns alle aufgeschreckt: die Schlagzeilen über vernachlässigte und misshandelte, gar getötete Kinder. Die Bilder zeigen uns überdeutlich: Die Entwicklung von Kindern ist ein fragiler Prozess. Gerade im ersten Lebensjahr bestehen hohe Gefahren für das Kindeswohl. Doch die Frühe Kindheit kann auch wie kein anderes Lebensalter große Chancen eröffnen. Deshalb gilt es, Risiken frühzeitig zu erkennen und Chancen der Entwicklungsförderung früh wahrzunehmen.
Viele Kinder mit Beeinträchtigungen und Behinderung werden aber erst spät – oft erst im Kindergartenalter oder kurz vor der Einschulung – einer Frühförderung zugeführt. Sollen jedoch Gefährdungen im Prozess des Aufwachsens früh erkannt und behandelt werden, muss eine Förderung so früh wie möglich ansetzen. Dabei ist neben dem Wissen um Entwicklungsrisiken auch die Entdeckung protektiver, die Entwicklung stützender Faktoren wichtig.
Im Symposion soll neben den somatischen Risiken der Entwicklung insbesondere auf die fatalen Wirkungen ökonomischer wie psychosozialer Verarmung eingegangen werden; und dies wird ein Schwerpunkt des Symposiums bilden: Wie kann riskanten Entwicklungen in Familien in Armut oder mit hoher psychosozialer Belastung frühzeitig begegnet und Eltern wie Kindern geholfen werden?
Dazu reichen Einzelmaßnahmen nicht aus. Ein gemeinsames Handeln der beteiligten Kinder, Eltern, Ärzte, Therapeuten und Pädagogen ist in einem vernetzten System der Hilfen angezeigt.
Das Symposion bietet in vielen Vorträgen und Workshops Gelegenheit, diesen aktuellen Fragen nachzugehen, neue Erkenntnisse zu sammeln und Lösungen für die Praxis zu finden.