Die rechtlichen Grundlagen einer Interdisziplinären Frühförderstelle finden sich in den §§ 26/30 in Verbindung mit §§ 55/56 SGB IX sowie in der Frühförderungsverordnung vom 24.05.2003. Mit dem Begriff der Komplexleistung im SGB IX hat der Gesetzgeber zum Ausdruck gebracht, dass Früherkennung und Frühförderung Leistungen im Sinne des § 26 SGB IX als medizinische Rehabilitation und Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft gemäß §§ 55, 56 SGB IX gemeinsam umfassen.
Diese schließen somit Leistungen aus den Bereichen Medizin (SGB V), Teilhabe (SGB XII) und Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII) ein. Im Sinne des Gesetzgebers soll damit die Leistungserbringung und Finanzierung aus einer Hand gewährt werden. 

Die konkrete Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben ist  in den einzelnen Bundesländern bzw.  Kommunen sehr unterschiedlich geregelt und wird bundesweit kritisch und mit noch großem Handlungsbedarf betrachtet.

Interdisziplinäre Frühförderung ist bei Vorliegen des individuellen Bedarfes eine Pflichtleistung der Rehabilitationsträger und sieht keine Kostenbeteiligung des Leistungsempfängers vor.